MRT der Prostata

DIe multiparametrische MRT in der Prostatadiagnostik (mpMRT)

Ihr zertifizierter Experte im Radiologischen Zentrum Alte Saline

Dr. med. Philip Alexander Glemser

ist Doppelfacharzt für Radiologie und Nuklearmedizin und Ihr fachlich zertifizierter Experte für die Prostata MRT in Bad Reichenhall und im Raum Berchtesgadener Land. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen/-innen der Urologie liegt ihm hierbei besonders am Herzen.

Im Rahmen seiner langjährigen ärztlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit der MRT Bildgebung der Prostata. Er ist mit dem höchsten „Q2-Prostatographie-Zertifikat“ der Deutschen Röntgengesellschaft für die Prostata MRT ausgezeichnet. Seine Forschungsarbeiten als Erst- und Coautor zur Prostata MRT wurde in zahlreichen peer-reviewten Fachzeitschriften veröffentlicht.

Was spricht für Prostata MRT Diagnostik bei uns in der Alten Saline?

  • Modernste 3-Tesla MRT Diagnostik
  • Optimiertes MRT-Untersuchungsprotokoll angepasst durch MRT-Physiker des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg
  • Befundung durch zertifizierte Experten der Deutschen Röntgengesellschaft (Q2)
  • Standardisierte Auswertung nach PI-RADS
  • Enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unseren Urologen

Warum vertrauen wir in der Alten Saline auf die Prostata-MRT?

Die Prostata-MRT ist ein schonendes, nicht-invasives, strahlungsfreies Verfahren, welches eine hochpräzise Bildgebung der Prostata ermöglicht. Wegweisende, groß angelegte Studien wie die PROMIS (1), PRECISION (2) und MRI-FIRST (3) Studie haben gezeigt:

Literatur:

  1. El-Shater Bosaily A, Parker C, Brown LC, Gabe R, Hindley RG, Kaplan R, et al. PROMIS–Prostate MR imaging study: A paired validating cohort study evaluating the role of multi-parametric MRI in men with clinical suspicion of prostate cancer. Contemp Clin Trials. 2015;42:26-40. 
  2. Kasivisvanathan V, Rannikko AS, Borghi M, Panebianco V, Mynderse LA, Vaarala MH, et al. MRI-Targeted or Standard Biopsy for Prostate-Cancer Diagnosis. N Engl J Med. 2018;378(19):1767-77. 
  3. Rouvière O, Puech P, Renard-Penna R, Claudon M, Roy C, Mège-Lechevallier F, et al. Use of prostate systematic and targeted biopsy on the basis of multiparametric MRI in biopsy-naive patients (MRI-FIRST): a prospective, multicentre, paired diagnostic study. Lancet Oncol. 2019;20(1):100-9.

Wann sollte eine Prostata-MRT durchgeführt werden?

  • Abklärung eines erhöhten PSA-Wertes: bei erhöhtem PSA-Wert im Blut (PSA= prostataspezifisches Antigen) dient das MRT dazu, zwischen harmlosen Veränderungen wie einer gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) und möglichen bösartigen tumorsuspekten Veränderungen zu unterscheiden.
  • Abklärung eines auffälligen Tastbefundes in der digital-rektalen Untersuchung (z.B. bei einer unklaren Verhärtung der Prostata).
  • Therapiekontrolle und Nachsorge: nach einer Operation oder Bestrahlung dient die MRT dazu, den Erfolg der Therapie zu überprüfen und mögliche Rückfälle sogenannte Rezidive frühzeitig zu erkennen.
  • Aktive Überwachung (Active Surveillance): MRT Verlaufskontrollen bei klinisch insignifikanten niedrigmalignen Tumoren, bei denen keine initiale Therapie erfolgt ist.
das Bild symbolisiert einen gesundheitsbewussten Mann in den besten Jahren

Kann durch eine Prostata MRT eine Biopsie evtl. vermieden werden?


Die Prostata MRT ermöglicht einerseits die Entdeckung aggressiver Tumoren der Prostata und zeigt andererseits eine hohe Zuverlässigkeit darin, einen klinisch signifikanten Tumor bei einer unauffälligen Untersuchung auszuschließen. Die radiologischen und technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre und die Etablierung der multiparametrischen Prostata-MRT als Standardverfahren der Prostata hat auch zu Veränderungen der „S3-Leitlinie Prostatakarzinom“ geführt. Diese Leitlinie wird von Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Urologie und dem Leitlinienprogramm Onkologie erstellt und fungiert als medizinische Handlungsempfehlung für die Diagnose, Behandlung und Nachsorge des Prostatakarzinoms. In ihrer aktuellen Fassung (2025) wird ein MRT der Prostata vor einer Biopsie und wird ab einem PSA-Wert von 3ng/ml oder bei einem relevanten PSA-Wertanstieg empfohlen.

Ist diese Prostata-MRT unauffällig oder zeigt nur gutartige Veränderungen der Prostata, kann auf eine für den Patienten invasive Biopsie in der Regel verzichtet werden.

Wird hingegen ein tumorsuspekter Herd radiologisch entdeckt, kann eine gezielte Biopsie dieses Herdbefundes noch präziser erfolgen und wird häufig durch eine systematische Biopsie der Prostata ergänzt, bei der alle Zonen der Prostata durch zusätzliche Gewebeprobenentnahmen im Rahmen der Biopsie untersucht werden.

Bsp. 1: In diesem Fall konnte mittels des Prostata MRT eine dringend suspekte Läsion (gelber Pfeil) gefunden werden, die anschließende Biopsie ergab ein hochaggressives Prostatakarzinom. Der Patient konnte somit zeitnah einer passenden Therapie zugeführt werden.

Bsp. 2: In diesem Fall konnte die Prostata MRT eine tumorsuspekte Läsion ausschließen, es zeigte sich eine benigne Prostatavergrößerung. Eine invasive Biopsie war nicht erforderlich.

Was MANN zur Prostata-MRT noch wissen sollten!

Wissenswertes zur Prostata-MRT bei uns in der Alten Saline

mpMRT steht für multiparametrische Magnetresonanztomographie, hierbei werden mehrere MRT-Sequenzen bzw. Bildserien zur Darstellung unterschiedlicher Gewebeeigenschaften der Prostata (Anatomie, Zelldichte und Kontrastmittelverhalten) akquiriert. Die Befundung erfolgt dann auf Grundlage des international anerkannten PI-RADS Befundungsstandards (PI-RADS = Prostate Imaging Reporting and Data System).

Eine MRT-Untersuchung der Prostata dauert in der Regel ca. 30 Minuten.

Nein, die MRT-Untersuchung ist schmerzfrei. Wie bei jeder MRT-Untersuchung entstehen durch die starken Magnetfelder laute Klopfgeräusche, die manche Patienten als unangenehm empfinden, daher werden Ihnen schalldämpfende Kopfhörer aufgesetzt.

Um Sie bestmöglich untersuchen zu können, werden relevante Fragen im Rahmen eines Fragebogens, der speziell für die Belange der Prostata-MRT-Untersuchung von uns entwickelt worden ist, abgefragt (unter anderem):

  • PSA-Wert und PSA-Wert-Verlauf
  • Bisherige Biopsien und Biopsieergebnisse?
  • Bekanntes Prostatakarzinom?
  • Buscopangabe möglich? Wir verwenden dieses Medikament gerne, um die Bewegungen des Darms zu reduzieren um damit die Bildqualität noch weiter zu erhöhen. In bestimmen Fällen ist dieses Medikament aber für Sie nicht geeignet (z.B. grüner Star/Engwinkelglaukom, schwere Herzrhythmusstörungen etc.)
  • Gibt es Metallimplantate in ihrem Körper?
  • Haben Sie Platzangst?
  • Sind Allergien bekannt?
  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme
  • Vorerkrankungen?

Die privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine multiparametrische MRT der Prostata meist problemlos. Mit gesetzlichen Krankenkassen bestehen in der Regel keine Verrechnungsmöglichkeiten. Eine BDR-Zertifizierung (Berufsverband der Deutschen Radiologen) für eine Selektivabrechnung der multiparametrischen MRT der Prostata in der Alten Saline wurde beantragt und befindet sich aktuell im Genehmigungsprozess.

Bei Fragen rund um das Thema Prostata-MRT-Untersuchung steht Ihnen Herr Dr. Philip Alexander Glemser gerne zur Verfügung. Gerne können Sie Fragen auch an prostata@radiag.de richten.